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Spammer sind lästig. Die Bearbeitung der unerwünschten E-Mails kostet Zeit und Geld. Mitunter ist der Inhalt unverschämt oder sogar rechtswidrig. Fast jeder hat insgeheim schon den Wunsch gehabt, es einem Spammer heimzuzahlen. Nur wie? Der Absender ist nur schwer zu fassen und wegen Spam vor Gericht gehen oder im Ausland klagen?
Die Verbraucherzentralen haben Ende September 2005 eine zentrale Beschwerdestelle eingerichtet. Wer sich durch Spam belästigt fühlt, sollte die betreffende E-Mail an beschwerdestelle@spam.vzbv.de weiterleiten. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) will so das Aufkommen von Spam reduzieren und auch rechtlich gegen die Verursacher vorgehen. Außerdem soll den Spammern das lukrative Geschäft verdorben werden. Die Beschwerdestelle ist dazu auf die Hinweise der Empfänger angewiesen. Die übermittelten E-Mails enthalten die genauen Informationen über den Absender, das Versanddatum und die beteiligten Server und Provider. Mit diesen Daten werden Unterlassungsklagen gegen die Verursacher eingeleitet und es wird versucht, "Spammern ihre Gewinne wieder abzunehmen", berichtete Patrick von Braunmühl vom VZBV.
Bei der Meldung müssen daher unbedigt die s.g. Kopfzeilen ("Header") mitgesendet werden. Sonst kann der Spammer nicht zurückverfolgt werden. Dafür sind nur wenige Handgriffe nötig, die nachfolgend beschrieben werden.
Zur Weiterleitung einer E-Mail kann nach dem Öffnen der E-Mail einfach die Schaltfläche [Weiterleiten] angeklickt werden. Sie können hier der E-Mail noch Ihren persönlichen Text voranstellen und den Empfänger angeben (beschwerdestelle@spam.vzbv.de). Dazu wird eine Kopie der E-Mail erstellt.
Hier genau liegt das Problem, die Header Zeile mit den Informationen an Sie liegen in einem normalerweise nicht sichtbaren Bereich und werden nicht mit weitergeleitet. Da es sich bei der Weiterleitung der Kopie um eine neue Zustellung der E-Mail an die Beschwerdestelle handelt, gehen diese Informationen dabei verloren.
Sie können der Beschwerdestelle aber die Arbeit erleichtern. Dazu ist es erforderlich, die Header Zeilen manuell zu kopieren und gemeinsam mit Ihrem persönlichen Text der E-Mail voranzustellen. Dazu gehen Sie wie folgt vor:
1. Vor dem Weiterleiten die Headerzeilen anzeigen
Dazu öffnen Sie die Spam E-Mail und sehen sich die Headerzeilen der empfangenen E-Mail an. Dazu rufen Sie in der offenen E-Mail das Menü Ansicht | Optionen auf.
2. Headerzeilen kopieren
Es wird ein neues Fenster angezeigt, das weitere Informationen zu der E-Mail enthält. Mit der Maus in das Textfeld Internetkopfzeilen klicken und mit der Tastenkombination "Strg+A" alles markieren, dann mit "Strg+C" alles kopieren.
3. Weiterleiten der E-Mail
Jetzt das Fenster wieder schließen und in der empfangenen E-Mail auf die Weiterleiten Schaltfläche klicken.
Es wird eine Kopie der E-Mail angelegt und geöffnet, die Sie jetzt an die Beschwerdestelle weiterleiten können.
4. Header Zeilen einfügen und versenden
Geben Sie die gewünschte persönliche Mitteilung ein und fügen Sie die Header Zeilen mit "Strg+V" dahinter - am besten zwischen Ihrer Mitteilung und dem Text der Spam E-Mail - ein.
Vergessen Sie nicht, beschwerdestelle@spam.vzbv.de als Empfänger einzugeben und verschicken Sie dann die E-Mail über die Schaltfläche Senden.
Das war schon alles ... gewusst wie!
Hinweis: Die Beschwerdestelle darf nur für private Verbraucher tätig werden. Gewerbliche Anwender können sich an die Wettbewerbszentrale (http://www.wettbewerbszentrale.de) wenden.
(Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband, Autor: ssa)
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