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Jahr für Jahr treten in Hunderten von Rechenzentren weltweit erhebliche Unterbrechungen auf. Die betreffenden Unternehmen sind Problemen ausgesetzt, die von Benutzerfehlern über Viren bis hin zu Hardwarefehlern und Naturkatastrophen reichen. Business Continuity genießt nun in den IT-Strategien der Unternehmen oberste Priorität und wird in allen Management-Ebenen bis hin zum CEO beachtet.
Elemente einer erfolgreichen Strategie für Business Continuity:
- Planung zur Anwendungsverfügbarkeit
- Vorbeugende Maßnahmen, einschließlich Überwachung und Plattformredundanz
- Datensicherheit
- Disaster Recovery-Strategie
- Effiziente Personalplanung
Mit Hilfe einer virtuellen Infrastruktur können IT-Manager alle Aspekte der Business Continuity verbessern. Hierzu zählen unter anderem:
- Schnellere und günstigere Disaster Recovery aufgrund von Hardware-Unabhängigkeit zwischen primären und Failover-Servern
- Eliminierung geplanter Hardware-Ausfälle und erhebliche Verringerung geplanter Software-Ausfälle
- Single Point of Control zur Verwaltung aller virtuellen Maschinen sowie zur Überwachung der Server-Systeme
- Zusammenfassung kompletter Systeme in Dateien für Erfassung und Recovery
- Vereinfachte und wiederholbare automatische Prozesse
Zur Implementierung hoher Verfügbarkeit verwenden Unternehmen Middleware, wie z. B. Clustering-Software von Microsoft und Veritas, mit der zwei redundante Server zu einem Hot-Standby-Paar kombiniert werden. Ist die Anwendung auf dem Server Cluster-fähig, vermeidet eine solche Anordnung Ausfälle, wenn auf dem primären Server Hardware- oder Softwarefehler auftreten. Die Redundanz ermöglicht das Eliminieren von Single Points of Failure.
Da IT für den Betrieb im Unternehmen immer wichtiger wird und Service Level Agreements zunehmend an Bedeutung gewinnen, müssen immer mehr Anwendungen hohe Verfügbarkeit bieten. Zur Implementierung der zuvor beschriebenen hohen Verfügbarkeit müssen Unternehmen jedoch doppelt so viele Server wie für die Auslastung eigentlich erforderlich beschaffen, bereitstellen und verwalten.
Mit Virtualisierung können IT-Manager einen Cluster zwischen einem physischen System mit geschäftskritischer Auslastung und einer gleich konfigurierten Virtual Machine bilden. Die Virtual Machines belegen im Bereitschaftsmodus keine Datenverarbeitungsressourcen und können mit sehr hoher Konsolidierungsrate auf einer bzw. auf einigen wenigen physischen Plattformen konsolidiert werden. Daraus folgt, dass das Unternehmen die Hochverfügbarkeit erreicht, ohne in die doppelte Anzahl von Systemen investieren und ohne Remote-Server verwalten und mit Patches versehen zu müssen. Die Redundanz wird von 2N auf N+1 verringert.
Das Clustering von physischen und virtuellen Systemen unterstützt die gleiche Clustering-Software wie das Clustering physischer Systeme. Daher ist keine IT-seitige Anpassung erforderlich. Gleichzeitig ermöglichen die geringeren Kosten das Implementieren von Hochverfügbarkeit und Service Level Agreements für höhere Auslastung.
Die meisten unternehmensinternen IT-Abteilungen verwenden eine gängige Backupsoftware, wie z. B. Tivoli Storage Manager, Legato Networker oder Veritas NetBackup, um Backups von Daten und Anwendungen zu erstellen. Backup-Policies bieten Schutz vor Benutzerfehlern und in einigen Fällen auch vor Hardware- und Softwarefehlern, sofern längere Recovery-Zeiten und weniger zeitnahe Recovery-Punkte akzeptabel sind.
Um den vollen Nutzen aus Backups zu ziehen, müssen Unternehmen sicherstellen, dass die Daten wiederhergestellt werden können.
"Amateure sichern Daten, Profis stellen sie wieder her!"
Zum Testen der Datenwiederherstellung müssen IT-Administratoren für alle gesicherten Systeme einen Failover-Test-Server einrichten und das Betriebssystem und den Backup-Agenten installieren. Anschließend müssen sie versuchen, die Windows-Registrierung und die übrige Systemkonfiguration des Failover-Test-Servers anzupassen. Waren die Anpassungen erfolgreich, können der Backup-Server und der Backup-Agent zum Testen der Datenwiederherstellung verwendet werden.
Die Bereitstellung neuer Server und das Anpassen der Windows-Registrierung ist ein langwieriger, manueller Prozess, der nicht in allen Fällen zum gewünschten Ergebnis führt. Daher ist die Recovery auf einen nicht absolut identischen Failover-Server eine fragwürdige Vorgehensweise.
Diese Probleme lassen sich mit Hilfe von virtualisierter Failover-Hardware lösen. Außerdem müssen die Installation von Betriebssystem und Backup-Agent sowie das Anpassen der Windows-Registrierung nur einmal durchgeführt werden. Anschließend wird eine vollständig konfigurierte VM-Vorlage in einer VM-Vorlagenbibliothek gespeichert. VMware-Software bietet Unternehmen folgende Möglichkeiten:
- Eliminieren von Hürden bei Hardwareressourcen für Tests und Disaster Recovery
- Eliminierung der Installation von Betriebssystem und Backup-Agent mit Hilfe von Vorlagen für virtuelle Maschinen zur Verkürzung der Recovery-Zeit
- Zuverlässige und wiederholbare Disaster Recovery mit virtualisierter Standard-Hardware
Bei den geschäftskritischsten Anwendungen, die in Verbindung mit einem SAN (Storage Area Network) bereitgestellt werden, umfasst die Unternehmensstrategie für Disaster Recovery häufig einen Hot-Standort für Disaster Recovery sowie synchrone Datenreplikation zwischen den Speicher-Arrays am primären und Failover-Standort. Diese Strategie ermöglicht ein Recovery mit sehr niedrigem RPO (Recovery Point Objective). Bei Betrachtung des RTO-Werts (Recovery Time Objective) stellt sich jedoch heraus, dass die Recovery-Zeit nicht nur von der Daten-Recovery, sondern vor allem von der Fähigkeit zur Wiederherstellung physischer Server, Betriebssysteme, Systemparameter und Anwendungen abhängt.
Für einen niedrigen RTO-Wert muss am Failover-Standort genau die gleiche Hardware- und Systemkonfiguration vorhanden sein. Diese Konfiguration ist besonders kostspielig, sowohl hinsichtlich der ursprünglichen Investition als auch angesichts der fortlaufenden Betriebs-, Upgrade-, Wartungs- und Support-Kosten.
Die beiden offensichtlichen Nachteile dieses Ansatzes bestehen in der Bereitstellung einer großen Anzahl neuer Server und dem Problem, dass die Windows-Registrierung und andere Merkmale verschiedener Failover-Server nicht immer so angeglichen werden können, dass Daten-Recovery möglich wird.
Eine im gesamten Unternehmen bereitgestellt virtuelle Infrastruktur bietet folgende Vorteile:
- Vermeidung nicht rückgängig zu machender Upgrades am Failover-Standort
- Verbesserung des TCO-Werts durch Serverkonsolidierung am primären und am Failover-Standort
- Automatisierung des Recovery-Prozesses und Implementierung der Integration mit Speicher-Management-Software
- Verbesserung der Zuverlässigkeit des Recovery-Prozesses
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